Und heute war ich, Kangaroo MusiQue von den Queerulanten, also bei der Metzinger Polizei um Anzeige gegen die bösen homophoben Benutzer bei Kwick zu stellen, die andere Kwick-Benutzer und Mitglieder der Queerulanten so massiv angegriffen haben.
Um 10:30 kam ich auf der Metzinger Wache an und wurde recht freundlich empfangen, jedoch gebeten ein paar Minuten zu warten, da der zuständige Beamte noch in einer anderen Angelegenheit beschäftigt war. Kein Problem. Gegen 11:00 Uhr (fünfzehn Paar Minuten) wurde ich dann in die Büros gelassen und durfte in einem schlicht eingerichteten Büro auf den einzigen Holzstuhl sitzen (alle anderen wären gepolstert gewesen). Aber so ist das halt
Der junge Beamte war sehr nett, verständnisvoll und hat alle meine Fragen, Bedenken etc. brav beantwortet. Er selbst ist aber leider auch nicht der 100%ige Fachmann und so soll ich heute nachmittag nochmals um 13:00 Uhr auf die Wache kommen und bei Herrn Schwarz, dem zuständigen Beamten, die Anzeige aufgeben, damit das nicht durch zwei Hände laufen muss und bei Rückfragen ich nicht nochmal zur Wache kommen müsste. Das ist einleuchtend und macht Sinn.
Einige grundsätzlichen Fragen jedoch konnten im Vorfeld direkt geklärt werden:
Bei allen Übergriffen, sei es online oder im echten Leben. Bei Beleidigungen, Bedrohungen etc. soll man auf jeden Fall Anzeige erstattet. Auch wissend, dass eine Strafverfolgung bei einer Bedrohung z.B. am Reutlinger Bahnhof nicht viel Ergebnis bringen wird, weil die Täter nicht zu fassen sind, so würde die Anzeige gegen Unbekannt zumindest die Statistik entsprechend verändern. Das bedeutet im Klartext: kommen immer wieder Anzeigen über Angriffe, Pöbeleien, Beleidigungen zu einem bestimmten Standort, so wird die Polizeipräsenz an diesem Standort irgendwann entsprechend erhöht um solche Übergriffe zu vermeiden. Kommen keine Anzeigen, so weiss die Polizei von den Problemen nichts und kann demnach auch nichts dagegen tun.
Selbst wenn ein Übergriff mehrere Tage zurück liegt, soll dieser gemeldet werden. Viele Homosexuelle, Bis und Transgender haben natürlich Angst, sich direkt bei der Polizei zu melden, wegen dem damit verbundenen Outing, Aufwand, Angst vor Behörden etc. Hier können wir laut Aussage der Metzinger Polizei als Queerulanten auch stellvertretend für diese Personen Vorfälle zur Anzeige bringen. Dafür ist es aber notwendig, dass wir so viele Informationen (Die berühmten Was, Wann, Wer, Wie, Wo-Fragen) wie möglich haben.
Einen speziellen Ansprechpartner für die Belange von Homo- und Transsexuellen gäbe es bei der Metzinger Polizei und wohl auch bei der Reutlinger Polizei nicht. Allerdings wären alle Kollegen im Umgang mit diesem Thema geschult und würden dieses Thema auch sehr sensibilisiert behandeln. Es gibt also keinen Grund, sich zu verstecken und bei Übergriffen zu schweigen.
Schauen wir mal, was dann heute Nachmittag beim zweiten Besuch der Metzinger Wache herauskommt.
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