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Que(e)rfeldein zum CSD in Stuttgart!

Sonntag, 25. Juli 2010 von sumisu

Queerfeldein CSD Stuttgart

Christopher Street Day – It all started with a riot…

Seit es 28.06.1969 in der Szene-Bar “Stonewall Inn” in New York zum ersten
bekannt gewordenen Aufstand “sexueller Minderheiten” gegen Polizeiwillkür
und Diskrimierung kam, ist der “Christopher Street Day” ein Fest-, Gedenk-
und Demonstrationstag von LGBT’s (Lesbisch Schwul Bisexuell Transgender)
in aller Welt.
In Deutschland dienten und dienen die “Polit-Paraden” der Community häufig
der Forderung nach (bürgerlichen) Rechten und Gleichberechtigung für
schwul-lesbische Lebensformen.
Zudem manifestiert sich in den Paraden, aus kritischen und/oder queeren
Blickwinkeln, ein medienwirksames Bild einer an Kommerzialität und
Konformität kaum zu überbietenden feiernden Szene der Oberflächlichkeiten.

Break out!

Als Judith Butler, Philosophin und Queer-Theoretikerin, am diesjäjhrigen
Berliner CSD mit ihrer Ablehnung des Zivilcourage-Preises für einen
“Eklat” sorgte, gab sie gleichzeitig den Anstoss die CSD-(Protest)-Kultur
genauer unter die Lupe zu nehmen.
Denn was als kämpferischer Aufstand begann, scheint mittlerweile
kommerzialisiert, instrumentalisiert und ausgrenzend (gegenüber
Intersexuellen, Transgendern, Menschen mit Migrationshintergrund und/oder
Betroffenen von Mehrfach-Diskriminierung).
Zudem wagt sich der CSD kaum Unterdrückungs- und Herrschaftsmechanismen zu
thematisieren oder zu kritisieren:
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Transphobie (auch innerhalb der
schwul-lesbischen Szene),
Intersexualität oder Repression gegen queere Aktivist*innen bleiben
thematisch unangetastet und werden ausgeklammert!

Create new!
Wir haben uns für die Beteiligung am CSD in Stuttgart entschieden, um
bewusst queere,
emanzipatorische, kritische Inhalte auf dem CSD zu transportieren.
An eine zweigeschlechtliche Welt können wir nicht glauben, an Mainstream
und Kommerz sind wir nicht interessiert,
Nazis können uns gestohlen bleiben und auf Krieg, Repression und Rassismus
haben wir keinen Bock.
Lust haben wir auf viele Geschlechter und Identitäten, die sich jede*r
selbst gestalten kann und auf Selbstbestimmung
und Freiräume, in denen wir unsere Träume Wirklichkeit werden lassen.

Deshalb:
Que(e)rfeld ein auf den CSD nach Stuttgart!
Beteiligt euch am Wagen der “Libertären Queerulant*innen!
Gegen Heteronormativität und Rassismus!

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